SELF: JEDES KIND SOLL SICH ENTFALTEN KÖNNEN

Wir möchten allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben oder Geschlecht, bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen bieten. Unser SELF-Konzept (Soziale, Emotionale und Leistungs-Förderung) beinhaltet daher die gezielte professionelle Förderung eines Kindes oder Jugendlichen - sei es zum Ausgleich vorhandener Defizite oder zur Weiterentwicklung und Entfaltung bestehender Begabungen.

Unser SELF-Team ist Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte - insbesondere bei Themen, die das Gelingen der Schullaufbahn betreffen. Bei uns laufen die unterschiedlichsten Professionen und Qualifikationen zusammen: Förderkoordinatorin/Beratungslehrerin, Sprachlernberaterin, Sonderpädagogin/Lerntherapeutin und Dipl. Sozialpädagogin. Um eine ganzheitliche und umfassende Förderung zu gewährleisten, arbeiten wir außerdem eng mit externen Institutionen wie z.B. den Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ), der Beratungsstelle für besondere Begabungen (BbB) oder dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) zusammen.


Förderbedarf ja oder nein?

Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen regelmäßig an standardisierten Tests zur Bestimmung ihrer Lernausgangslage und –Entwicklung teil, z.B. Hamburger Rechentest (HaReT), Hamburger Schreibprobe (HSP) oder KERMIT („Kompetenzen ermitteln“). Konkret wird hierdurch festgestellt, inwieweit die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler den Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und der Hamburger Bildungspläne entsprechen.

Aus den Testergebnissen sowie aufgrund des im laufenden Unterricht gezeigten Lern- und Arbeitsverhaltens kann sich die Notwendigkeit einer fachlichen Förderung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik (sowie ab Klasse 5 Englisch) ergeben. Ist dies der Fall, wird ein individueller Förderplan erstellt, in dem neben den Verabredungen zu fachlichen Inhalten, Zielen und zur Umsetzung der Ziele bei Bedarf auch Angaben zu Lernkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz gemacht werden. Die Fördermaßnahmen werden fortlaufend dokumentiert und spätestens am Ende des festgelegten Förderzeitraums evaluiert.

Allgemeine Förderbedarfe werden auf den Zeugniskonferenzen beschlossen und gelten zunächst für die Dauer eines Schulhalbjahres.


UNSERE FÖRDERBEREICHE UMFASSEN:

- Sprachförderung

- Lernförderung:

     (a) Fördern statt Wiederholen

     (b) Einfache Förderung

- Begabtenförderung

- Sonderpädagogische Förderung

- Sozial-emotionale Unterstützung


Sprachförderung:

Der spezifische Sprachförderbedarf wird auf Grundlage standardisierter Testverfahren in den Bereichen Allgemeine Sprachentwicklung, Lesen und Rechtschreibung festgestellt. Die betreffenden Schülerinnen und Schüler erhalten individuelle pädagogische Förderpläne für eine systematische Förderung.


Lernförderung:

(a) Fördern statt Wiederholen:

Diese Art der Förderung erhalten unsere Schülerinnen und Schüler der Grundschule dann, wenn sie die im Bildungsplan aufgeführten Beobachtungskriterien nicht erfüllen bzw. wenn ihre Leistungen den dort aufgeführten Mindestanforderungen in den Kernfächern Deutsch und Mathematik nicht genügen.

Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule erhalten Lernförderung, wenn ihre Leistungen den Mindestanforderungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch nicht genügen bzw. wenn durch die Förderung Aussicht auf den nächsthöheren Bildungsabschluss besteht.


(b) Einfache Förderung:

Eine „Einfache Förderung“ in den Kernfächern Deutsch bzw. Mathematik erhalten Schülerinnen und Schüler, die zwar die Mindestanforderungen erfüllen, jedoch zunehmend  Leistungsschwierigkeiten zeigen.


Begabtenförderung

Als zertifizierte „Schmetterlingsschule“ haben wir den Bereich der Begabtenförderung besonders im Blick. Unser Ziel ist es, die Entwicklung der Potenziale anzuregen und bestmöglich zu begleiten. Für jedes Kind in der Schule wird ein Lernentwicklungsblatt (LEBL) geführt, auf dem vorhandene besondere Begabungen, hohe Leistungen oder auch sehr gute Ergebnisse aus den Lernstandsüberprüfungen dokumentiert werden. Bei Vorliegen einer besonderen Fragestellung (z.B. vermutete Hochbegabung) führen wir in Absprache mit den Eltern eine testorientierte Begabungsdiagnostik (CFT-1 bzw. CFT 20-R) durch. Gemeinsam mit Kind und Elternhaus entwickeln wir Förderpläne, die von den normalen Stunden- und Wochenplänen abweichen können.


Zu den konkreten Fördermaßnahmen an unserer Schule zählen:

- Individuelle Förderung im Unterricht: 

z.B. durch vertiefende Aufgabenstellungen, Knobelaufgaben und/oder die Straffung des Unterrichtinhaltes

- Teilspringen:

Kinder mit Teilbegabungen können an Unterrichtsstunden höherer Klassen teilnehmen, verbleiben aber in ihrem Klassenverband.

- Springen/vorzeitige Einschulung:

Kinder mit allgemeiner Hochbegabung und den entsprechenden psychischen und physischen Voraussetzungen können in die nächsthöhere Klasse springen.

- außerschulische Lernangebote:

Die Teilnahme an Wettbewerben und weiteren außerschulischen Lernangeboten stellt eine wichtige Säule im Konzept der Begabtenförderung unserer Schule dar.


Sonderpädagogischer Förderbedarf

Einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben Kindern und Jugendliche, die in ihren Bildungs-, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten so beeinträchtigt sind, dass sie im Unterricht ohne sonderpädagogische Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können. Dabei können auch therapeutische und soziale Hilfen weiterer außerschulischer Einrichtungen notwendig sein.

Die Feststellung für die sonderpädagogischen Förderschwerpunkte Lernen, Sprache sowie Emotionale und soziale Entwicklung erfolgt im Rahmen eines standardisierten Verfahrens durch die Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ). Diesem Schritt geht eine diagnostische Vorklärung durch die Schule voraus.

Für die Feststellung der sonderpädagogischen Förderbedarfe geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Hören, Sehen und Autismus ist ein sonderpädagogisches Gutachten erforderlich.

Die JCS steht dem Inklusionsziel der Gleichberechtigung grundsätzlich offen gegenüber. Privatschulen dürfen Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf jedoch nur dann aufnehmen, wenn im Einzelfall nachgewiesen werden kann, dass diese an der Schule angemessen gefördert werden können.


Sozial-emotionale Unterstützung

Manchmal ist die Ursache von Schwierigkeiten eines Kindes in der Schule nicht (nur) mit fachlicher Förderung zu beheben. In diesen Fällen kann das SELF-Team dabei helfen, Lernblockaden zu lösen, Ängste zu bewältigen oder auch Ursachen von anhaltender bedrückter Stimmung aufzudecken.

Die Fördermaßnahmen in diesem Bereich sind individuell sehr unterschiedlich. Neben Einzelmaßnahmen können auch Gruppen- und Klassenangebote entstehen, die für alle Beteiligten gewinnbringend sind (z.B. Mobbing-Intervention nach dem NoBlameApproach-Ansatz, der ohne Schuldzuweisung auskommt).

In manchen Fällen kann es sinnvoll oder auch notwendig sein, Kontakte zu außerschulischen Unterstützungsstellen und Beratungseinrichtungen herzustellen bzw. über entsprechende Hilfsangebote zu informieren.



Kontakt zum SELF-Team: wenderholm@jcsh.de






STAATLICH ANERKANNTE JÜDISCHE GANZTAGSSCHULE  I  VORSCHULE - GRUNDSCHULE - STADTTEILSCHULE  I  GRINDELHOF 30  I  20146 HAMBURG  I  040 44094411  I  LZ 745/8004  I  INFO@JCSH.DE




SELF




Zertifizierte

„Schmetterlingsschule“


Integrative Begabungs-

und Begabtenförderung

in der Grundschule